Der Online-Riese Amazon sieht sich mit massiven finanziellen Belastungen konfrontiert, die aus dem Ausbau seiner künstlichen Intelligenz resultieren. Überraschend hohe Kosten für den Bau neuer KI-Rechenzentren belasten derzeit die Bilanz des Unternehmens erheblich. Dies führt zu einem signifikanten Anstieg der Ausgaben für die technische Infrastruktur.

Besonders deutlich wird dies beim Barmittelabfluss, der sich in den vergangenen drei Monaten nahezu versechfacht hat. Insgesamt belaufen sich diese Abflüsse laut einer Mitteilung vom Donnerstag auf 42,4 Milliarden Dollar. Dieser dramatische Anstieg unterstreicht den enormen Kapitalbedarf für die Implementierung von KI-Technologien.

Trotz eines Wachstumsschubs im strategisch wichtigen Cloud-Geschäft konnten die Ergebnisse für das dritte Quartal die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen. Auch der veröffentlichte Ausblick blieb hinter den Markterwartungen zurück. Die Kombination aus hohen Investitionen und enttäuschenden Prognosen wirkte sich unmittelbar auf die Bewertung aus.

Die Reaktion der Finanzmärkte erfolgte prompt im nachbörslichen Handel an der Wall Street. Der Aktienkurs von Amazon brach zeitweise um rund acht Prozent ein. Die Anleger reagierten damit skeptisch auf das „Milliardenloch“, das die KI-Kosten in der Bilanz hinterlassen haben.