Die US-Armee hat Generalleutnant Brett Sylvia, den ranghöchsten Strategen für Planungs- und Politikfragen im Generalstab, überraschend entlassen. Während das Pentagon eine offizielle Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst unbeantwortet ließ, berichten Medien wie „The Atlantic“ und CBS News von schwerwiegenden Vorwürfen. Ein Insider behauptet, Sylvia habe geheime Informationen an die Presse weitergegeben und sei zudem bei drei Lügendetektortests zu diesem Thema durchgefallen.
Der Fall wurde bereits an das Justizministerium weitergeleitet, während für den Posten des Generalleutnants vorerst kein Nachfolger bestimmt wurde. Die Entlassung erfolgt zu einem geopolitisch sensiblen Zeitpunkt, da Spekulationen über neue US-Angriffe auf den Iran nach den Kongresswahlen am 3. November im Raum stehen. US-Präsident Donald Trump deutete an, dass Washington „einen weiteren kleinen Epischen Zorn machen“ könnte, wobei er sich auf den Namen eines im Februar begonnenen US-israelischen Einsatzes bezog.
Die Personalentscheidung fügt sich in eine breitere Strategie von Verteidigungsminister Pete Hegseth ein, der seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht hat. Hegseth, der sich selbst als „Kriegsminister“ bezeichnet, gab Ende September bekannt, die Zahl der ranghöchsten Offiziere und Planstellen um 20 Prozent verringert zu haben. Dies entspricht dem Doppelten der zuvor angekündigten Kürzungen.
Hegseth rechtfertigte diese Maßnahmen damit, dass er die „woke“ Linie früherer Regierungen beenden wolle. Diese Streichungen richten sich laut seinen Angaben primär gegen Militärvertreter, die seinem Kurs gegen diese gesellschaftspolitischen Haltungen nicht folgen. Währenddessen blieb die militärische Lage seit Anfang September stabil, wobei keine größeren Angriffe auf Landziele zwischen den USA und dem Iran stattfanden und der Fokus primär auf Handelsschiffen lag.


