Der Salzburger Kranhersteller Palfinger hat für die ersten neun Monate des Jahres 2026 einen massiven Verlust im Konzernergebnis von 61,5 Millionen Euro ausgewiesen. Grund für diesen Absturz sind vor allem Wertberichtigungen russischer Vermögenswerte sowie weitere Bewertungseffekte, die im Zuge der rechtlichen Trennung vom Russland-Geschäft entstanden sind. Diese Entscheidung zur Trennung wurde vom Vorstand erst Ende September 2026 beschlossen.
Trotz des Nettoverlusts blieb das operative Geschäft stabil, wenngleich das Betriebsergebnis (EBIT) im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,8 Prozent auf 120,7 Millionen Euro sank. Der Umsatz des börsennotierten Weltmarktführers für Lade-, Holz- und Recyclingkrane sowie Hakenlifte stieg hingegen um 3,9 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro. Parallel dazu wuchs die Belegschaft des Unternehmens von rund 12.051 auf 12.315 Mitarbeiter.
CEO Andreas Klauser betonte, dass das Unternehmen geopolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen nicht beeinflussen könne, wohl aber die eigenen Entscheidungen. Als Reaktion auf die aktuelle Lage hat Palfinger im dritten Quartal das Portfolio angepasst und ein Effizienzprogramm erweitert. Ziel ist es, bis zum Jahr 2028 nachhaltige Einsparungen in Höhe von 50 Millionen Euro zu realisieren.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz leicht über sowie ein EBIT leicht unter dem Vorjahreswert. Belastend wirken dabei insbesondere die Konjunkturschwäche in Deutschland, die Investitionszurückhaltung in den USA und geopolitische Unsicherheiten. Da die Abschreibungen auf den Geschäftsbereichen CIS und Tail-&-Passenger-Lift den Cashflow nicht beeinflussen, beabsichtigt der Vorstand, dem Aufsichtsrat einen Dividendenvorschlag zu unterbreiten.


