Die Intercontinental Exchange (ICE), Betreiberin der New York Stock Exchange, hat einen verbindlichen Vertrag mit Trade[XYZ] unterzeichnet, um regulierte Märkte auf Basis der Krypto-Börse Hyperliquid in den USA zu etablieren. Ziel ist der exklusive Betrieb einer Handels- und Clearing-Struktur für Privatanleger, die Perpetual Futures auf Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe und Währungen anbieten soll. ICE erwirbt im Zuge dieser Partnerschaft eine Minderheitsbeteiligung an Trade[XYZ], wobei die genaue Summe der Investition nicht bekannt gegeben wurde.
Das Angebot soll über zugelassene Futures-Broker vertrieben werden, unter anderem über ein Gemeinschaftsunternehmen von ICE und der Krypto-Börse OKX. Der Start der Plattform steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch US-Behörden. ICE-Chef Jeffrey Sprecher betrachtet die Perpetual-Märkte als strategische Ergänzung zu den bestehenden Terminmärkten des Konzerns. Dabei wird das Retail-Geschäft strikt getrennt, da derzeit über 99 Prozent der Handelsaktivitäten bei ICE von institutionellen Anlegern stammen.
Trade[XYZ] nutzt das Hyperliquid-Upgrade HIP-3, um eigene Märkte auf der Blockchain aufzusetzen, während Hyperliquid die technische Infrastruktur liefert. Die Plattform verzeichnete in etwas mehr als einem Jahr ein Handelsvolumen von über 650 Milliarden Dollar für Nutzer außerhalb der USA. Prominente Investoren wie die Hedgefonds-Legende Stanley Druckenmiller unterstützen das Projekt; auch Elon Musk bezeichnete den Deal als „Interesting“. Hyperliquid gilt laut DefiLlama als die größte dezentrale Börse für Perpetual Futures.
Der Markteintritt erfolgt in einem wettbewerbsintensiven Umfeld, da auch Payward, die Muttergesellschaft von Kraken, regulierte Märkte über die CFTC-zugelassene Börse Bitnomial plant. Politischen Rückenwind gibt US-Präsident Donald Trump, der im August bestätigte, dass CFTC-Chef Michael Selig an einer regelkonformen Einführung von Hyperliquid in den USA arbeite. Diese Entwicklung markiert einen deutlichen Kurswechsel für ICE, das im Mai gemeinsam mit der CME Group noch vor Marktmanipulationen und Sanktionsumgehungen durch Hyperliquid gewarnt hatte.


