In Armenien steuern die Teilnehmer der UNO-Artenschutzkonferenz auf die finale Phase ihrer Verhandlungen zu. Seit Donnerstag beraten Ministerinnen und Minister gemeinsam mit Fachexperten über mögliche Kompromisse, um einen möglichst breiten Konsens innerhalb der Staatengemeinschaft zu erzielen. Ziel ist es, die Verhandlungen planmäßig am Freitag abzuschließen.

Im Zentrum der Gespräche stehen neben kritischen Finanzfragen vor allem konkrete Maßnahmen für den Naturschutz. Dabei geht es insbesondere um den Schutz sowie den gezielten Wiederaufbau von Ökosystemen an Land und in den Meeren. Die Delegierten suchen nach praktikablen Lösungen, um die biologische Vielfalt weltweit zu sichern.

Parallel zu den Verhandlungen veröffentlichte das UNO-Umweltprogramm (UNEP) am Donnerstag einen Bericht über die aktuelle Lage. Laut dem UNEP wurden in den vergangenen Jahren bereits Fortschritte beim Schutz und Wiederaufbau von geschädigten Ökosystemen erzielt. Diese Daten bilden einen wichtigen Hintergrund für die laufenden Diskussionen in Armenien.

Neben den hochrangigen Regierungsvertretern ist auch die nächste Generation in den Entscheidungsprozess eingebunden. So nimmt eine Jungdelegierte aus Österreich an dem Geschehen teil. Ihr Ziel ist es, die Stimme der Jugend in die internationalen Verhandlungen über den Artenschutz aktiv einzubringen.