Die Universitätenkonferenz (uniko) hat Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) aufgefordert, den Prozess zur Erarbeitung der Hochschulstrategie 2040 grundlegend zu überarbeiten. Laut uniko-Präsidentin Brigitte Hütter müsse die Strategie an den aktuellen „drastischen Sparkurs“ angepasst werden. Die bestehenden Planungen würden der aktuellen finanziellen Realität nicht entsprechen.
Hütter kritisiert in einer Aussendung, dass die bisherigen Papiere von einer „zeitlosen Bekenntnisrhetorik“ geprägt seien. Besonders problematisch seien Versprechen, die zusätzliche Kosten verursachen würden, wie etwa die Einführung eines Teilzeitstudiums. Die Präsidentin betont, dass der gesamte Prozess dem „Ernst der Lage“ nicht gerecht werde.
Die uniko bemängelt zudem, dass die Politik bisher nicht auf die Reformvorschläge der Universitäten reagiert habe. Diese Kritik an der Budgetierung der Universitäten werde durch neue Aussagen der Ministerin sowie des FORWIT-Chefs bestätigt. Damit sieht sich die Interessenvertretung der Universitäten in ihrer Einschätzung der finanziellen Notwendigkeit bestätigt.
Die Forderung nach einer strategischen Neuausrichtung unterstreicht die Diskrepanz zwischen den akademischen Zielsetzungen und den verfügbaren staatlichen Mitteln. Erst durch eine Anpassung der Strategie 2040 an die fiskalischen Rahmenbedingungen könne eine praktikable Planung für die Zukunft der Hochschulen gewährleistet werden.


