Frankreich hat mit der einstimmigen Wahl von Geoffroy Roux de Bézieux einen neuen Präsidenten für das Organisationskomitee der Olympischen Winterspiele 2030 berufen. Der 64-jährige Unternehmer soll eine tiefgreifende Dauerkrise innerhalb der Organisation beenden. Die Organisatoren der Winterspiele in Frankreich bestätigten die Entscheidung offiziell, um die Stabilität des Projekts wiederherzustellen.
Roux de Bézieux bringt umfassende Führungserfahrung in der Steuerung großer Organisationen mit. Von 2018 bis 2023 leitete er den französischen Arbeitgeberverband Medef. Zudem war er als Verwaltungsratsmitglied bereits an den Sommerspielen 2024 in Paris sowie an der Rugby-Weltmeisterschaft 2023 in Frankreich beteiligt.
Die Neubesetzung folgt auf den Rücktritt von Edgar Grospiron, dem ehemaligen Olympiasieger im Freestyle-Skifahren, der im September sein Amt niederlegte. Grospiron war laut Medienberichten aufgrund seines Managementstils umstritten und hatte das Vertrauen bis in die Regierung verloren. Die Wahl von Roux de Bézieux soll sicherstellen, dass das komplexe und ehrgeizige Projekt auf höchstem Niveau begleitet wird.
Das Organisationskomitee war zuvor von erheblichen internen Streitigkeiten und Personalquerelen geprägt. Im Februar trat Generaldirektor Cyril Linette aufgrund von unüberwindbaren Meinungsverschiedenheiten mit Grospiron zurück. Insgesamt verließen drei weitere Führungskräfte das zerstrittene Gremium, bevor die Neubesetzung der Präsidentschaft erfolgte.


