Die Situation am Tiefkühlwerk von Ardo in Groß-Enzersdorf, Niederösterreich, spitzt sich zu. Nach jüngsten Betriebsratssitzungen und einer Betriebsversammlung meldete die Gewerkschaft PRO-GE eine stark belastete Stimmung unter den betroffenen Mitarbeitern. Laut Landesgeschäftsführer Patrick Slacik herrscht in der Belegschaft derzeit eine Atmosphäre aus „Enttäuschung und Wut“.
Im Zentrum des Konflikts steht die Zukunft der rund 190 Beschäftigten, die durch die angekündigte Schließung des Standorts ihre Arbeit verlieren. Die Gewerkschaft betonte gegenüber der APA, dass die Belegschaft aufgrund der schleppenden Verhandlungen über einen Sozialplan „stinksauer“ sei. Damit steht die soziale Absicherung der betroffenen Arbeiter im Vordergrund der Diskussionen.
Die Verhandlungen zwischen dem Unternehmen und den Arbeitnehmervertretern verlaufen bisher nicht nach Wunsch der Belegschaft. Die aktuelle Unzufriedenheit resultiert direkt aus dem Prozess zur Ausgestaltung der Abfindungen und Unterstützungsmaßnahmen. Die Gewerkschaft PRO-GE setzt sich daher verstärkt für eine zügige Lösung ein, um den betroffenen Mitarbeitern Sicherheit zu geben.
Ein entscheidender Termin steht nun bevor, um die festgefahrene Situation aufzulösen. Die nächste Verhandlungsrunde zum Sozialplan ist für kommenden Freitag angesetzt. Es bleibt abzuwarten, ob in diesem Gespräch ein Durchbruch erzielt werden kann, der die Wut der 190 Beschäftigten in Groß-Enzersdorf mindert.


