Das US-Militär hat Ziele auf der iranischen Insel Qeschm angegriffen, die in der strategisch bedeutsamen Straße von Hormuz liegt. Laut Berichten eines Axios-Reporters auf X attackierte ein US-Kampfflugzeug eine Stellung der Revolutionsgarden, nachdem von dort eine Rakete auf ein amerikanisches Flugzeug abgefeuert worden war. Die Sender CNN und CBS bezeichneten die Operationen als „begrenzte“ Angriffe auf die Insel.

Diese militärischen Aktionen erfolgen in einem widersprüchlichen politischen Kontext. US-Präsident Donald Trump hatte Stunden zuvor einen möglichen Rückgang der Ölpreise gefeiert und dies damit begründet, dass viele Beobachter ein Ende des Krieges mit dem Iran erwarten. Trump behauptete zudem, dass der Iran unbedingt eine Vereinbarung anstrebe, was einen potenziellen Friedensschluss vor den Midterms andeutete.

Gleichzeitig berichten Medien über Pläne der Regierung in Washington, nach der US-Kongresswahl gemeinsam mit Israel erneut Angriffe gegen den Iran durchzuführen. Die Straße von Hormuz, in der die Insel Qeschm liegt, steht im Zentrum dieses Konflikts. Die Meerenge ist aufgrund ihrer zentralen Rolle für den weltweiten Handel mit Öl und Gas von enormer wirtschaftlicher Bedeutung.

Iranische Staatsmedien reagierten auf die Vorfälle und berichteten, dass die Revolutionsgarden südlich der Insel Qeschm zwei weitere US-Aufklärungsdrohnen mittels elektronischer Systeme unter Kontrolle gebracht hätten. Zusätzlich wurde eine weitere US-Drohne östlich der Straße von Hormuz zerstört. Diese Entwicklungen verschärfen die Lage in einer Region, die für die globale Energieversorgung kritisch ist.