In der aktuellen Ausgabe von „Wiener Wissen“ untersuchen Experten die Risiken von Zoonosen, jenen Infektionserkrankungen, die zwischen Mensch und Tier übertragen werden. Pamela Burger, Senior Researcher an der Vetmeduni Wien, nennt in diesem Zusammenhang Beispiele wie Covid, MERS, Tuberkulose oder FSME. Die Dynamik dieser Erkrankungen stellt eine kontinuierliche Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar.
Besondere Gefahr besteht laut Immunologieprofessor Andreas Bergthaler von der MedUniWien immer dann, wenn neue Erreger hinzukommen. Er verweist hierbei explizit auf Tier-Spezies wie Fledermäuse als potenzielle Quellen. Solche neuen Pathogene fordern die biologischen Abwehrmechanismen des Menschen massiv heraus, da das System auf unbekannte Strukturen reagieren muss.
Bergthaler vergleicht das Immunsystem bei einem Virenbefall mit einem Werkzeugkasten, in dem eine „schnelle Eingreiftruppe“ innerhalb von Minuten aktiviert wird. Diese Reaktion umfasst den Einsatz von T-Killerzellen, die infizierte Zellen gezielt erkennen und zerstören. Durch gezielte Impfungen kann diese natürliche Virenabwehr laut dem Professor weiter verstärkt werden.
Hinsichtlich des persönlichen Schutzes empfiehlt Pamela Burger Maßnahmen, die bereits während der Corona-Pandemie etabliert wurden. Dazu zählen eine konsequente Körperhygiene, das häufige Händewaschen sowie die Zufuhr von viel frischer Luft. Diese einfachen präventiven Schritte dienen als erste Barriere gegen die Übertragung von Viren.


