Bei den US-Midterm-Wahlen am Dienstag haben die Wählerinnen und Wähler die politische Strategie von Präsident Donald Trump deutlich abgestraft. Den Demokraten gelang es, die volle Kontrolle über den Kongress zu übernehmen, womit sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat unter ihre Führung stellten. Die Republikaner verloren nach Hochrechnungen und Prognosen ihre bisherige Mehrheit in beiden Kammern.
Die „Washington Post“ bezeichnete dieses Ergebnis als „historisch“ und wertete die Wahl als einen deutlichen Denkzettel für den US-Präsidenten. Damit schränken die Wähler den künftigen Handlungsspielraum von Donald Trump und die Pläne seiner Regierung massiv ein. In einer Reaktion auf die Niederlage behauptete Trump hingegen, dass ein „Erdrutschsieg“ möglich gewesen wäre, wenn er selbst direkt auf dem Wahlzettel gestanden hätte.
Analysen ordnen den Sieg der Demokraten als Absage an der nationalpopulistischen Politik der Republikaner ein. Durch die Eroberung beider Kammern wird die Machtbalance in Washington grundlegend verschoben. Dies bedeutet für die US-Regierung eine erschwerte Durchsetzung ihrer politischen Agenda im Kongress.
Die Wahlen dienten insgesamt als ein Zwischenzeugnis für die Amtszeit von Trump. Die geografische Verteilung der Stimmen und die konkreten Zahlen in den Bundesstaaten unterstreichen die Tragweite dieses Machtwechsels. Die Demokraten sind nun beauftragt, die politische Richtung im Parlament neu zu gestalten.

